Seit 20 Jahren spielen wir dieses Stück an der Vagantenbühne Berlin.
Mit zwei wunderbaren Kollegen ist jeder Abend ein Spaß.

 

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Shakespeares sämtliche Werke

in 90 Minuten

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Heute abend werden alle Rekorde gebrochen. Auf der Bühne tickt eine Uhr.

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Der Zuschauer wird in den Lauf gegen die Zeit eingespannt: Vom ‘Lear’ zum ‘Sommernachtstraum’, von ‘Romeo und Julia’ zum ‘Hamlet’ und alles, was er sonst noch geschrieben hat: die gesammelten Werke William Shakespeares in neunzig Minuten!

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Der komödiantische und gewitzte Bühnenulk
vom Gesamtwerk des größten aller Dramatiker
ist nach jahrelangem Erfolg in England
nun auch seit 19 Jahren in Berlin
bei den Vaganten ein Renner.

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Pressestimmen

“Eine rasante, überdrehte Slapstick-Comedy-Interaktiv-Performance mit Risiken (zweiter Theaterbesuch) und Nebenwirkungen (ausgerenkte Lachkiefer u.ä.). […] Keine Frage. Das muß man sehen”
S. Quenot, Berliner Morgenpost, 1.11.97

“Dieser Shakes – Bär tanzt auf den Beinen von Cyrill Berndt, Christoph Jungmann und Stefan Lochau, die mit Verve, Ironie und Tempo durch den Aberwitz flitzen. Sie ersetzen genau 1834 Darsteller, die unter normalen Umständen für das Ganze nötig wären. (…) Auch ungeplugged sind ‘Shakespeares sämtliche Werke’ natürlich eine Liebeserklärung an’s Theater. Ein einziges großes Lachen.”
I. Bazinger, Berliner Zeitung, 1.11.97

“Noch beim Schreiben der Kritik tönen Lachsalven aus dem Arbeitszimmer.” S. Nieder, Der Tagesspiegel, 1.11.97

“Jede mögliche vorhandene Shakespeare-Verklemmung ringt sich mit einem tiefen Atemzug aus Bauch und Kopf, findet seinen verschlungenen Weg durch Lunge und Zwerchfell und gelangt schließlich in einem keuchenden Lachanfall ins Freie, so daß der von Shakespeares Tragödien, Komödien und Königsdramen gequälte Mensch am Ende geradezu kathartisch gereinigt und von allem Bildungsballast befreit das Theater verläßt. (…) Shakespeare für alle: für Hasser, für Liebhaber, und die, die es werden wollen.”
R. Bruckmann, Zitty, 24/97

“Pointiertes Theater, in dem einfach alles stimmt – bis auf die Werktreue.” Kultur News, 04/98

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Kantstraße 12a
10623 Berlin-Charlottenburg
Tel: 030-312 45 29
Fax: 030-313 34 83
Email: info@vaganten.de

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Verkehrsanbindung
Öffentliche Verkehrsmittel:
U- & S-Bahnhof Zoologischer Garten
U-Bahnhof Kurfürstendamm

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ÜBER DIE VAGANTEN BÜHNE

Die Vaganten Bühne blickt auf über fünfundsechzig Spielzeiten zurück und ist damit eines der ältesten Theater in Berlin. Meist lautet eine der ersten Fragen: „Warum Vaganten”? Unter dem Begriff werden mittelalterliche Schauspieler verstanden, die von den Universitäten kamen und im Land umherzogen, um selbst geschriebene Theaterstücke auf Marktplätzen und vor Kirchen zu spielen.

Um den Gründer Horst Behrend hatte sich im Nachkriegsdeutschland eine Gruppe von Schauspielern zusammen getan, die sich “Vaganten” nannten, da sie keine feste eigene Spielstätte hatten. Die heute gängige Bezeichnung “Freie Gruppe” oder “Freies Ensemble” gab es damals noch nicht. Bereits Mitte der fünfziger Jahre wurden die Vaganten ihrem ursprünglichen Drang zur Mobilität untreu und zogen ins Souterrain des Delphi-Hauses, nicht weit vom Bahnhof Zoo. Ihren Namen behielten sie. Lange führten seine Söhne Rainer und Jens-Peter das Theater. Heute besteht die Leitung aus einem Team von Mitarbeitern unter der Geschäftsführung von Jens-Peter Behrend.

Nach mehreren Umbauten, die in verschiedenen Etappen durchgeführt und zum Teil aus Lottomitteln finanziert wurden, entstand ein kleines, gut ausgestattetes Theater. In den Anfangsjahren war die Vaganten Bühne DAS Avantgarde-Theater im alten West-Berlin. Längst gilt angesichts der Vielzahl von Bühnen, Freien Gruppen und Theaterprojekten dieses “Alleinstellungsmerkmal” nicht mehr.

Wer auf den Spielplan der vergangenen Jahre und Jahrzehnte blickt, wird überrascht sein von dem umfangreichen Repertoire von Inszenierungen, die auf der Vaganten Bühne entstanden sind. Wir haben vor einiger Zeit einmal in die Annalen geschaut und festgestellt, dass mehr als 1.500 Darsteller auf der Bühne standen und annähernd zwei Millionen Zuschauer erreicht wurden. Autoren quer durchs Alphabet – von Arrabal bis Zoch – wurden in mehr als fünfhundert Inszenierungen gespielt.
So bleibt es nicht aus, dass die Vaganten ganz unterschiedliche Theaterepochen und Stilrichtungen durchlebt und (mit-)gestaltet haben. Um es in Stichpunkten zu sagen: alles begann mit dem expressionistischen Nachkriegstheater, dann folgte das vor allem durch Frankreich geprägte Theater des Existentialismus und später das Theater des Absurden. Bald beherrschten verschiedene Phasen von symbolistischem bis hin zu naturalistischem Theater die Inszenierungen, sowie dokumentarisches und – auf Inhalte bezogen- sozialrealistisches oder –engagiertes Theater. Aber auch offene, gängige Theaterformen sprengende Produktionen waren – und sind noch – zu sehen.

Theater ist nie gestern. Wo stehen die Vaganten heute? Theaterformen und -epochen mit Begriffen zu belegen, ist ja ein strittiges Unterfangen. Wie ist der vor einigen Jahren unter dem Titel “underdogs.de” verarbeitete Stoff (später als “Verrücktes Blut” von anderen Bühnen nachgespielt) zu verstehen, in der in einer eskalierenden Situation eine Lehrerin ihre Schüler mit vorgehaltener Waffe zum Unterricht zwingt? Der polit-stimmungsbeladene Begriff des post-migrantischen Theaters, eine Leerformel, von Feuilletons gern übernommen, ist unsinnig angesichts einer gesellschaftlichen Realität, die erst am Anfang großer Einwanderungen steht. Einwanderung beinhaltet auch das Stück “4 Boat People”, in dem es um vier Flüchtlinge geht, die nach langer Odyssee am Tag ihrer Ankunft in Europa abgeschoben werden sollen. Was ist “Gelber Mond”, ein Stück, in dem ein jugendlicher Schulschwänzer und eine muslimische Schülerin aus ihrer engen Welt ausbrechen? Was ist Kafkas implodierendes Romanfragment “Amerika”, in großer szenischer Auflösung auf die Bühne gebracht? Und ist “The Mountaintop”, ein Stück über den Engel, der Martin Luther King am Vorabend seiner Ermordung auf sein irdisches Ende vorbereiten soll, zuallererst ein Text zur Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen in den USA, ein reines Politstück? Mit welchen Labeln der aktuelle Spielplan einmal belegt wird, bleibt der Zukunft überlassen.

Theater schafft imaginäre Welten, ist ein Ort der Illusion, des “als Ob”, des freien Laufs der Gedanken, im besten Fall eine Oase utopischen Denkens, auch wenn sich die Bedingungen für Theater so rasant ändern wie die Zeit rundherum. Trotz vieler Höhen und mancher Tiefen, großer Erfolge und ernüchternder Flops, das Einmalige von Theater, die unmittelbare Wahrnehmung des Geschehens auf der Bühne, begeisterte die Besucher bei der ersten Vorstellung der Vaganten, und begeistert auch heute.

fotos©thorstenwulff.com